Heute kommt die internationale Gemeinschaft zum zweiten Tag der von der Europäischen Union und Kanada gemeinsam ausgerichteten Internationalen Konferenz 2023 für Solidarität mit venezolanischen Flüchtlingen und Migranten und ihren Aufnahmeländern und -gemeinschaften zusammen.
Bei diesem Anlass stellt die Europäische Kommission über 75 Mio. EUR an humanitärer Hilfe bereit und bekräftigt damit, dass sie die venezolanische Bevölkerung weiterhin unterstützen und auf ihre dringendsten Bedürfnisse eingehen wird. Die Mittel werden bedürftigen Menschen in Venezuela und Gemeinschaften in den Nachbarländern, die Migranten und Flüchtlinge aufnehmen, zugutekommen, vorrangig in Bereichen wie Nahrungsmittelhilfe, Gesundheitsversorgung, Unterkunft, Schutz, Bildung und Rechtshilfe. Auch Kanada leistet einen Beitrag in Höhe von 58,55 Mio. CAD, um den humanitären Bedarf zu decken und die langfristige Integration von Flüchtlingen und Migranten in die Aufnahmegemeinschaften zu unterstützen.
Die Konferenz wird in enger Zusammenarbeit mit dem UNHCR, dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, der Internationalen Organisation für Migration, den Ko-Vorsitzenden der regionalen agenturübergreifenden Koordinierungsplattform für Flüchtlinge und Migranten aus Venezuela (R4V) sowie wichtigen Aufnahmeländern und Partnern organisiert.
An der Veranstaltung nehmen Vertreter der Nachbarländer teil, die venezolanische Migranten und Flüchtlinge aufnehmen, sowie EU-Mitgliedstaaten und andere Geberländer, internationale und lokale Organisationen und der Privatsektor, um sich mit der humanitären Lage in Venezuela und der Region zu befassen und für die Zeit ab 2023 erneut Unterstützung zuzusagen. Außerdem bietet die Konferenz eine einzigartige Plattform für den Dialog mit der Zivilgesellschaft.
Hintergrund
Seit 2016 hat die Europäische Union bereits humanitäre Soforthilfe in Höhe von knapp 400 Mio. EUR zur Bewältigung der Venezuela-Krise geleistet. Die Mittel trugen dazu bei, notleidende Venezolanerinnen und Venezolaner im eigenen Land aber auch in den Nachbarländern zu unterstützen. Die humanitäre Hilfe der EU wird über VN-Agenturen, internationale Nichtregierungsorganisationen (NRO) und das Rote Kreuz geleistet, deren Projekte ein breites Spektrum an humanitären Bedürfnissen abdecken.
Ziel der Solidaritätskonferenz 2023 ist es, die anhaltende Unterstützung der internationalen Gemeinschaft für die venezolanische Bevölkerung zu bekräftigen, die von der anhaltenden sozioökonomischen Krise und dem daraus resultierenden Migrantenzustrom in der Region betroffen ist. Die Konferenz soll auch dazu beitragen, dass die Venezuela-Krise ganz oben auf der internationalen Agenda verankert bleibt und dass die finanzielle Unterstützung mobilisiert wird, die dringend nötig ist, um den Bedürfnissen der venezolanischen Migranten und Flüchtlinge und ihrer Aufnahmegemeinschaften in den Nachbarländern gerecht zu werden.
Am 9. März haben die EU und die Regierung Kanadas gemeinsam mit der Koalition zivilgesellschaftlicher Organisationen zum Schutz der Menschenrechte von Flüchtlingen, Migranten und Vertriebenen in Lateinamerika und der Karibik einen Dialog auf hoher Ebene geführt, bei dem die wichtige Rolle zivilgesellschaftlicher Organisationen bei der Bereitstellung humanitärer Hilfe in Venezuela sowie in den Transit- und Aufnahmeländern von Flüchtlingen und Migranten aus Venezuela hervorgehoben wurde.
Am 15. März veranstaltete die regionale agenturübergreifende Koordinierungsplattform für Flüchtlinge und Migranten aus Venezuela Rundtischgespräche, um das Bewusstsein für die Erfolge und bewährten Verfahren der Hilfe und deren Sichtbarkeit zu stärken und anhaltende Lücken, Bedürfnisse und Herausforderungen deutlicher ins Blickfeld zu rücken.
Weitere Informationen
Factsheet Venezuela
Factsheet Südamerika
Website zur Konferenz
| Zařazeno | pá 17.03.2023 13:03:00 |
|---|---|
| Zdroj | Evropská komise de |
| Originál | ec.europa.eu/commission/presscorner/api/documents?reference=IP/23/1659&language=de |
| lang | de |
RSS - všechny zprávy
Vložit zprávy na www stránky