Eurobarometer zeigt wahrgenommene Hindernisse und Chancen für europäische kleine und mittlere Unternehmen bei der Rekrutierung von Fachkräften außerhalb der EU auf

Eurobarometer zu wahrgenommenen Hindernissen und Chancen für die Einstellung von Fachkräften außerhalb der EU

Eine neue Eurobarometer-Umfrage zeigt, dass fast die Hälfte der europäischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) (46 %) Schwierigkeiten haben, Arbeitnehmer mit den richtigen Kompetenzen zu finden.

Die Einstellung von Nicht-EU-Bürgern ist der Umfrage zufolge nach wie vor begrenzt. Jedes siebte kleine und mittlere Unternehmen (KMU) hat in den letzten zwei Jahren versucht, Arbeitnehmer außerhalb der EU einzustellen. Von denjenigen, die Nicht-EU-Bürger eingestellt haben (14 % der Stichprobe), bezeichneten 54 % das Einstellungsverfahren als schwierig.

Die Komplexität der Verwaltungs- und Einwanderungsverfahren ist das am häufigsten genannte Hindernis (31 %), gefolgt von Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten Kandidaten (25 %) und der Überwindung der Sprachbarrieren (24 %).

Der Umfrage zufolge verwalten die meisten Unternehmen (85 % bis 90 %) die Personalbeschaffungskräfte direkt von außerhalb der EU. Die KMU sind sich nur begrenzt der öffentlichen Unterstützung für die internationale Rekrutierung bewusst. Der Einsatz privater Rekrutierungsagenturen ist bei internationalen Rekrutierungen deutlich höher.

Die befragten Unternehmen schlagen vor, dass die Einstellung außerhalb der EU durch finanzielle Unterstützung (31 %), Information und Beratung (25 %), Unterstützung bei der Suche nach Kandidaten (23 %), Hilfe bei der Integration am Arbeitsplatz (20 %) und Unterstützung bei Einwanderung und Umsiedlung (18 %) verbessert werden könnte. 

Mit dem EU-Talentpool wird der Arbeitskräfte- und Fachkräftemangel angegangen. Als erste EU-weite Plattform für die internationale Rekrutierung wird sie dazu beitragen, offene Stellen in Mangelberufen mit Arbeitskräften aus Drittländern abzugleichen.

Hintergrund

Die Eurobarometer-Ergebnisse stehen im Einklang mit den Maßnahmen, die die Kommission Anfang des Jahres in ihrer EU-Visumstrategie und der Strategie für ein europäisches Asyl- und Migrationsmanagement vorgeschlagen hat. Beide Strategien unterstreichen die Notwendigkeit, den Prozess zu vereinfachen und zu beschleunigen, um die Talente anzuziehen, die Europa benötigt, auch in Bezug auf die Anerkennung von Qualifikationen und Kompetenzen. Weitere Informationen zu den geplanten Maßnahmen im Rahmen dieser Strategien finden Sie online.

Ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit der Europäischen Kommission liegt auf der Ausweitung bestehender und der Einleitung neuer Initiativen mit Partnerländern, unter anderem durch Talentpartnerschaften.

Die jüngste Absichtserklärung mit Indien sah auch eine Öffnung vor, um Talente und Fähigkeiten nach Europa zu locken. Als erstes Ergebnis hat die EU das erste Pilotprojekt „European Legal Gateway Office“ ins Leben gerufen, eine zentrale Anlaufstelle zur Bereitstellung von Informationen und zur Unterstützung der Mobilität von Studierenden, Forschern und Arbeitnehmern im IKT-Sektor.

Für weitere Informationen

Eurobarometer-Umfrage

Infografik

Factsheets für jeden Mitgliedstaat

Quote

KMU sind für die EU-Wirtschaft von entscheidender Bedeutung und machen etwa 99 % der Unternehmen aus. Sie müssen Menschen mit den richtigen Kompetenzen finden, um die Wettbewerbsfähigkeit der EU zu stärken. Indem wir KMU die richtigen Informations- und Unterstützungskanäle zur Verfügung stellen, können wir die Einstellung qualifizierter ausländischer Arbeitskräfte erleichtern, um den Arbeitskräfte- und Fachkräftemangel in der EU zu verringern. Der kommende EU-Talentpool wird dazu beitragen, offene Stellen in Mangelberufen mit qualifizierten Arbeitskräften aus Drittländern in Einklang zu bringen.
Roxana Mînzatu, Exekutiv-Vizepräsidentin für soziale Rechte und Kompetenzen, hochwertige Arbeitsplätze und Vorsorge 2026-06-01

46 % der europäischen KMU haben Schwierigkeiten, Personal zu finden. Mehr als die Hälfte findet es schwierig, von außerhalb der EU zu rekrutieren. Dies zeigt deutlich, dass wir unseren Unternehmen helfen müssen, Talente zu gewinnen. Mit der Visumstrategie wollen wir die internationale Rekrutierung erleichtern. Wir müssen die Verfahren durch Digitalisierung, weniger Bürokratie und einen reibungsloseren Übergang vom Studium ins Berufsleben oder Unternehmertum vereinfachen und beschleunigen. Dadurch wird sichergestellt, dass mehr qualifizierte Talente sich für Europa entscheiden.
Magnus Brunner, Mitglied der Kommission für Inneres und Migration 2026-06-01


Zařazenopo 01.06.2026 11:06:53
Vydáno
ZdrojEvropská komise de
Originálec.europa.eu/commission/presscorner/api/documents?reference=IP/26/1203&language=de
langde
guid/IP/26/1203/

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