„Horizont Europa“: EU und Kanada schließen Verhandlungen ab
Auf dem Gipfeltreffen Kanada-EU haben die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und der kanadische Premierminister, Justin Trudeau, heute den Abschluss der Verhandlungen über die Assoziierung Kanadas mit der Säule II von „Horizont Europa“, dem wichtigsten EU-Finanzierungsprogramm für Forschung und Innovation, verkündet. Damit ist im Rahmen unserer Verpflichtung, die gegenseitige Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Innovation zu fördern, ein wichtiges Zwischenziel erreicht.
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte: „Wir begrüßen Kanada ganz herzlich in der Horizont-Europa-Familie, und wir sind sehr gespannt auf die bahnbrechenden Innovationen und die umwälzenden Entdeckungen, die aus unseren gemeinsamen Projekten hervorgehen werden. Gemeinsam werden wir Neuland betreten, die Grenzen des Wissens ausloten und für künftige Generationen eine Welt schaffen, die widerstandsfähiger sein wird und mehr Wohlstand bietet.“
Die Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens wird – je nach Abschluss aller erforderlichen Validierungsschritte auf beiden Seiten – voraussichtlich 2024 stattfinden. Nach der Unterzeichnung können Forschende und Organisationen in Kanada Fördermittel im Rahmen der Säule II von „Horizont Europa“ abrufen. Säule II betrifft den größten kooperativen Teil des Programms, der vorrangig auf gemeinsame globale Herausforderungen wie Klima, Energie, digitale Wirtschaft und Gesundheit ausgerichtet ist und mit Mitteln in Höhe von 53,5 Mrd. EUR ausgestattet ist.
Die Assoziierung mit „Horizont Europa“ ist die engste Form der Zusammenarbeit, die seitens der EU im Bereich Forschung und Innovation angeboten wird. Auf diese Weise können Forschende und Organisationen in Kanada sich zu gleichen Bedingungen wie Einrichtungen aus den EU-Mitgliedstaaten an Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen im Rahmen der Säule II des Programms beteiligen. Ab 2024 werden sie außerdem auch Zugang zu Forschungsnetzen in der EU und 18 anderen mit „Horizont Europa“ assoziierten Ländern erhalten.
Hintergrund
Die EU und Kanada pflegen seit 1996, dem Jahr der Unterzeichnung des Abkommens über die wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit, offizielle Beziehungen im Bereich Forschung und Innovation. Das Abkommen gab den allgemeinen Rahmen für die Zusammenarbeit vor und diente als Forum für regelmäßige Gespräche über Forschungsprioritäten und Bereiche von gemeinsamem Interesse.
„Horizont Europa“ ist mit 95,5 Mrd. EUR aus dem EU-Haushalt für den Zeitraum 2021-2027 höher dotiert als jedes bisherige Forschungs- und Innovationsprogramm der EU. Hinzu kommen noch Finanzbeiträge der assoziierten Länder. Das Programm steht der ganzen Welt offen, sodass Teilnehmer aus allen Ländern sich an den meisten Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen beteiligen können. Einrichtungen aus assoziierten Ländern können zusätzliche Möglichkeiten im Rahmen von Kooperationsprojekten nutzen und werden beim Zugang zu Finanzmitteln genauso behandelt wie Einrichtungen aus den EU-Mitgliedstaaten.
Weitere Informationen
„Horizont Europa“
Europas globales Konzept für Forschung und Innovation.
Gemeinsame Erklärung zum Gipfeltreffen EU-Kanada
Factsheet zum Gipfeltreffen EU-Kanada
Quote
| Zařazeno | pá 24.11.2023 16:11:00 |
|---|---|
| Zdroj | Evropská komise de |
| Originál | ec.europa.eu/commission/presscorner/api/documents?reference=IP/23/5952&language=de |
| lang | de |
| guid | /IP/23/5952/ |
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