Samoa-Abkommen
Die EU und ihre Mitgliedstaaten haben heute ein neues Partnerschaftsabkommen mit den Mitgliedern der Organisation afrikanischer, karibischer und pazifischer Staaten (OAKPS) unterzeichnet, das als übergeordneter Rechtsrahmen für ihre Beziehungen in den nächsten zwanzig Jahren dienen wird. Dieses Abkommen tritt an die Stelle des Cotonou-Abkommens und wird als „Samoa-Abkommen“ bezeichnet. Es deckt Bereiche wie nachhaltige Entwicklung und nachhaltiges Wachstum, Menschenrechte sowie Frieden und Sicherheit ab.
Die Bezeichnung des Abkommens wurde auf der 46. Tagung des AKP-EU-Ministerrates vereinbart, die unmittelbar vor der feierlichen Unterzeichnung in Samoa stattfand.
Im neuen Partnerschaftsabkommen werden gemeinsame Grundsätze festgelegt und folgende Schwerpunktbereiche abgedeckt:
- Menschenrechte, Demokratie und gute Regierungsführung
- Frieden und Sicherheit
- menschliche und soziale Entwicklung
- inklusives, nachhaltiges Wirtschaftswachstum und inklusive, nachhaltige Entwicklung
- ökologische Nachhaltigkeit und Klimawandel
- Migration und Mobilität
Das Abkommen beinhaltet eine gemeinsame Grundlage für alle Vertragsparteien in Verbindung mit drei regionalen Protokollen für Afrika, die Karibik und den Pazifik mit Schwerpunkt auf den konkreten Bedürfnissen der einzelnen Regionen.
Die 27 EU-Mitgliedstaaten und die 79 afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten haben insgesamt rund 2 Milliarden Einwohner und sind bei den Vereinten Nationen mit mehr als der Hälfte der Sitze vertreten. Mit diesem neuen Abkommen werden die Parteien besser gerüstet sein, um entstehende Bedürfnisse und globale Herausforderungen, unter anderem in den Bereichen Klimawandel, Meerespolitik, Migration, Gesundheit, Frieden und Sicherheit, zu bewältigen.
Nächste Schritte
Das Abkommen wird ab dem 1. Januar 2024 vorläufig angewendet.
Das Abkommen wird nach Zustimmung des Europäischen Parlaments und Ratifizierung durch die Vertragsparteien, d. h. alle EU-Mitgliedstaaten und mindestens zwei Drittel der OAKPS-Mitglieder, in Kraft treten.
Hintergrundinformationen
Die Partnerschaft der EU mit der OAKPS ist einer der ältesten und umfassendsten Rahmen für die Zusammenarbeit zwischen der EU und Drittländern.
Der vorherige Rechtsrahmen für die Partnerschaft, das Partnerschaftsabkommen von Cotonou, wurde im Jahr 2000 unterzeichnet.
Die Verhandlungen im Hinblick auf die Zeit nach dem Cotonou-Abkommen begannen im September 2018 am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New unter der Führung von Kommissar Neven Mimica. Die Chefunterhändler paraphierten das neue Abkommen im April 2021.
Der Rat erließ am 20. Juli 2023 einen Beschluss über die Unterzeichnung und die vorläufige Anwendung des Abkommens.
Weitere Informationen
Beschluss des Rates über die Unterzeichnung und die vorläufige Anwendung
Partnerschaftsvereinbarung
Cotonou-Abkommen (Hintergrundinformationen)
Cotonou-Folgeabkommen: Verhandlungsführer erzielen politische Einigung über neues Partnerschaftsabkommen zwischen der EU und den afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten (Europäische Kommission)
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Quote
| Zařazeno | st 15.11.2023 06:11:00 |
|---|---|
| Zdroj | Evropská komise de |
| Originál | ec.europa.eu/commission/presscorner/api/documents?reference=IP/23/5723&language=de |
| lang | de |
| guid | /IP/23/5723/ |
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