EU entsendet größte Waldbrandabwehr aller Zeiten für den Sommer 2026
Da die Waldbrandrisiken in ganz Europa zunehmen, unterstützt die Europäische Kommission die Finanzierung und Koordinierung des Einsatzes einer Rekordzahl von Feuerwehrleuten, Flugzeugen und Notfallexperten im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens.
777 Feuerwehrleute aus 14 europäischen Ländern werden strategisch in Hochrisikogebieten in Zypern, Griechenland, Italien, Frankreich, Spanien und Portugal vor Ort sein. Dies ist die höchste Beteiligung seit dem Start des Präpositionierungsprogramms im Jahr 2022. Parallel dazu sind 22 Löschflugzeuge und 5 Hubschrauber der EU-Flotte bereit, Länder unter Druck zu unterstützen.
Da die Waldbrandzeiten länger, früher und zerstörerischer werden, stellt die Kommission sicher, dass zusätzliche Feuerwehrleute, Flugzeuge und Fachwissen bereit sind, die nationalen Dienste zu unterstützen, wenn und wo das Risiko am höchsten ist.
Diese Antwort wird durch Koordination und Unterstützung rund um die Uhr unterstützt. Während der gesamten Waldbrandsaison werden Experten des rund um die Uhr besetzten EU-Zentrums für die Koordination von Notfallmaßnahmen Risiken verfolgen und Einsätze mithilfe meteorologischer und wissenschaftlicher Analysen unterstützen. Das Zentrum wird seine Überwachung durch zusätzliche Waldbrandexperten aus den Mitgliedstaaten und den teilnehmenden Ländern sowie durch Spezialisten aus den Partnerschaften der Kommission mit wissenschaftlichen Einrichtungen verstärken.
Das Europäische Waldbrandinformationssystem wird kontinuierliche Waldbrandrisikoprognosen liefern, während EU-Satellitendienste wie Copernicus Notfallkartierungen und georäumliche Analysen bereitstellen werden, um die Entscheidungsfindung vor Ort zu unterstützen.
Darüber hinaus wird die EU im Jahr 2026 eine neue europäische regionale Feuerlöschstation in Zypern einrichten, um die Bereitschafts- und Reaktionskapazitäten für Waldbrände in ganz Europa und im südlichen Mittelmeerraum zu stärken. Die regionale Feuerlöschstation Zyperns wird die Vorpositionierung von sechs Flugzeugen aufnehmen und auch Schulungen und Übungen für Zivilschutzfachleute anbieten, um den Austausch von Wissen und bewährten Verfahren zu unterstützen.
Überblick über die im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens unterstützte Sommerflotte 2026
- Kroatien: Zwei mittlere Amphibienflugzeuge.
- Zypern: Zwei Leichtflugzeuge (zusätzlich zu vier Leichtflugzeugen, die aus anderen EU-Instrumenten finanziert werden).
- Tschechien: Zwei Helikopter.
- Frankreich: Vier mittlere Amphibienflugzeuge und ein Hubschrauber.
- Griechenland: Vier mittelgroße Amphibienflugzeuge.
- Italien: Zwei mittlere Amphibienflugzeuge.
- Nordmazedonien: Zwei leichte Flugzeuge.
- Portugal: Zwei leichte Flugzeuge.
- Rumänien: Ein Hubschrauber.
- Slowakei: Ein Hubschrauber.
- Spanien: Zwei mittlere Amphibienflugzeuge.
- Schweden: Zwei leichte Flugzeuge.
Hintergrund
Im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens können von Waldbränden betroffene Länder operative Unterstützung beantragen, wenn die nationalen Kapazitäten überlastet sind. Das Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen gewährleistet ununterbrochene Einsätze, indem es Hilfsangebote koordiniert und den Einsatz von Personal, Ausrüstung und spezialisierten Kapazitäten unterstützt, die von den teilnehmenden Ländern bereitgestellt werden.
Ein zentrales Element des europäischen Katastrophenschutzrahmens ist der Europäische Katastrophenschutz-Pool, in dem die von den teilnehmenden Ländern für eine rasche Bereitstellung bereitgestellten Mittel für die Katastrophenbewältigung zusammengeführt werden. Dazu gehören Löschflugzeuge, Bodenbesatzungen, medizinische Notfallteams, Schutzkapazitäten und spezialisierte Experten, die für den Einsatz in schwierigen Umgebungen ausgebildet sind.
Zur Ergänzung dieser Ressourcen hat die EU rescEU eingerichtet, eine strategische Reserve von Notfallkapazitäten, die in großen Krisen zusätzliche Unterstützung bieten soll. Dazu gehören Löschflugzeuge und -hubschrauber, medizinische Evakuierungskapazitäten, Feldkrankenhäuser und strategische Vorräte an wesentlichen Versorgungsgütern. rescEU-Mittel werden von der EU finanziert und können eingesetzt werden, wenn die nationalen und gebündelten Kapazitäten unzureichend sind.
Die EU verstärkt auch ihr Konzept für ein integriertes Waldbrandrisikomanagement. In der im März 2026 vorgelegten Mitteilung wird anerkannt, dass Waldbrände durch Prävention, Reaktionsbereitschaft und Erholung bekämpft werden müssen. Dazu gehören die Unterstützung von Landschaften durch eine nachhaltige Landbewirtschaftung und die Wiederherstellung von Ökosystemen, verbesserte Waldbrandrisikobewertungen und Frühwarnsysteme, eine verstärkte Vorsorge der Gemeinschaft und eine stärkere Zusammenarbeit. Der Ansatz zielt darauf ab, das Risiko von Waldbränden zu verringern und gleichzeitig die langfristige Widerstandsfähigkeit Europas gegenüber immer häufigeren und intensiveren Brandzeiten zu erhöhen.
Für weitere Informationen
Karte: EU-Kapazitäten für die Waldbrandbekämpfung
B-Rolle: Waldbrände in Europa
Illustrationsfotos:
- EU stellt rumänische Feuerwehrleute in Frankreich vor
- EU-Koordinierungszentrum für Notfallmaßnahmen
Quote
| Zařazeno | út 02.06.2026 15:06:41 |
|---|---|
| Vydáno | |
| Zdroj | Evropská komise de |
| Originál | ec.europa.eu/commission/presscorner/api/documents?reference=IP/26/1230&language=de |
| lang | de |
| guid | /IP/26/1230/ |
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